Fused Deposition Modeling

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Prozessübersicht FDM

FDM (Fused Deposition Modeling) ist eines der etabliertesten und wirtschaftlichsten Verfahren der additiven Fertigung. Dabei wird thermoplastisches Filament aufgeschmolzen und präzise Schicht für Schicht zu einem dreidimensionalen Bauteil aufgebaut. Der Prozess überzeugt durch seine einfache, robuste Technologie und eine große Auswahl an verfügbaren Kunststoffen, von Standardmaterialien bis hin zu technischen Werkstoffen.

FDM eignet sich besonders für funktionale Prototypen, Vorrichtungen, Halterungen und Kleinserien, bei denen Stabilität, Kosten­effizienz und schnelle Verfügbarkeit im Vordergrund stehen. Je nach Material und Nachbearbeitung lassen sich sowohl einfache Konzeptmodelle als auch belastbare Bauteile für den praktischen Einsatz realisieren.

1. Aufheizen des Filaments

Thermoplastisches Filament (z. B. PLA, PETG, ABS) wird in einen beheizten Extruder eingezogen.
Dort wird es bis zum Schmelzpunkt aufgeheizt und homogenisiert.

2. Materialextrusion

Die geschmolzene Kunststoffschmelze wird durch eine feine Düse extrudiert.
Diese trägt das Material exakt entlang der definierten Konturen auf die Bauplattform auf.

3. Schichtweiser Aufbau

Der Drucker legt das Modell Schicht für Schicht an:
Extrusion → Erstarrung → nächste Schicht.
Die Haftung entsteht durch thermisches Verschmelzen der Stränge.

4. Stützstrukturen (optional)

Bei Überhängen oder komplexen Geometrien extrudiert der Drucker Stützmaterial
– entweder aus dem Hauptmaterial oder aus löslichem Support (z. B. PVA).

5. Abkühlung und Stabilisierung

Das Bauteil kühlt während und nach dem Druck kontrolliert ab.
Dies beeinflusst: Maßhaltigkeit, Schichthaftung, Oberflächenqualität.

6. Supportentfernung & Nachbearbeitung

Mechanisches Entfernen oder Auflösen der Stützstrukturen.
Je nach Bedarf: Schleifen, Glätten, Lackieren.

7. Ergebnis

  • Robuste, funktionale Teile
  • Große Materialvielfalt (PLA, PETG, ABS, technische Kunststoffe)
  • Wirtschaftlich für einfache Formen, Halter, Prototypen und Kleinserien
  • Typische Schichtstärke: 0,1–0,3 mm

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Linus Waitkus

Vertrieb Laser- und Additive Fertigung