Prozessübersicht PolyJet

KEYENCE AGILISTA (PolyJet) steht für höchste Präzision und Oberflächenqualität in der additiven Fertigung. Das Verfahren basiert auf dem präzisen Auftrag mikroskopisch kleiner Harztröpfchen, die direkt nach dem Aufbringen mittels UV-Licht ausgehärtet werden. So entstehen Bauteile mit extrem feinen Details, scharfen Kanten und einer nahezu spritzgussähnlichen Oberfläche.

Durch sehr geringe Schichtstärken und wasserlösliches Supportmaterial eignet sich der AGILISTA-Prozess ideal für komplexe Geometrien, flexible Strukturen und hochpräzise Funktionsprototypen. Besonders bei Dichtungen, transparenten Bauteilen oder filigranen Komponenten überzeugt das Verfahren durch Maßgenauigkeit, Materialvielfalt und hervorragende Bauteilqualität.

1. Materialauftrag (Harztröpfchen)

Der Druckkopf trägt mikroskopisch kleine Tropfen eines UV-härtenden Harzes (Acrylate oder Silikone) präzise auf die Bauplattform auf.

2. Sofortiges UV-Aushärten

Eine integrierte UV-Lampe härtet das Material unmittelbar nach dem Auftrag aus.
Vorteil: extrem hohe Maßgenauigkeit und scharfe Kanten.

3. Supportmaterial-Druck

Parallel zum Bauteil wird wasserlösliches Supportmaterial aufgetragen.
Es stabilisiert Überhänge, feine Geometrien und flexible Strukturen.

4. Schichtweiser Aufbau

Der Prozess wiederholt sich in sehr dünnen Schichten (ca. 15–20 µm):
Harzauftrag → UV-Härtung → nächste Schicht
→ Resultat: glatte Oberflächen, nahezu spritzgussähnliche Details.

5. Entfernen des Supportmaterials

Nach dem Druck wird der Support einfach in Wasser oder im Ultraschallbad ausgewaschen – ohne mechanische Belastung der Bauteile.

6. Ergebnis

  • Höchste Maßgenauigkeit (±0,05–0,1 mm)
  • Sehr glatte, dichte Oberflächen
  • Ideal für Dichtungen, Funktionsprototypen, transparente Teile oder hochpräzise kleine Komponenten
  • Materialien: Harze (flexibel/rigid), Silikone (AR-G1H, AR-G1L, AR-M2)

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Linus Waitkus

Vertrieb Laser- und Additive Fertigung